Mittwoch, 6. Juli 2011

Nachtrag : Barbara

Auch dieses Jahr sollte es eine Mohnblume und viele Gedanken an Barbara Rudnik geben. Ich war in Dreißigacker und habe da am Feldrand eine Mohnblume ausgegraben, die ich dann wieder an einen Baum einpflanzte. Ich war zwar etwas verspätet, aber ich wollte unbedingt die Tradition der vergangenen zwei Jahrefortsetzen.

Bis nächstes Jahr, Barbara!

Donnerstag, 30. Juni 2011

Hannover also

So nach drei Vorsprechterminen hab ich einen Studienplatz ergattert. Juhu!
Mainz, Hannover, Leipzig.

HANNOVER!

Mein Weg verschlägt mich also als nächstes in die EXPO- Stadt auf den EXPO-Plaza (wo meine Schule steht) und hoffentlich in die Königsworther Straße. Habe nämlich auf meiner WG - Such - Tour eine wundervolle WG gefunden mit zwei echt netten Mädels (Gesa, Julia) und ich hoffe so inständig, dass sie mich in ihrer Wohnung aufnehmen!!! Das ist es großartig. Und das Zimmer wäre ein Traum, mit Erker und hohen Decken... Und Altbau...Hach ja... Muss mich aber noch ein bisschen gedulden, weil sie mir erst nächste Woche bescheid geben... Drückt mir die Daumen.

Sonst hab ich auf Hannover einerseits große Lust, weil die Schule und die Leute einfach echt toll sind, andererseits will ich nicht aus Meiningen weg, gerade jetzt, wo ich so glücklich mit Matilda bin...Aber naja. Ich werde mit Scherheit auch weiterhin glücklich sein, nur 400 km entfernt... :(

Aber es wird bestimmt aufregend!

So viel erstmal zu meinem Leben nach Meiningen.

Gerade probe ich "Jedermann" unter der Regie von Winfried Glatzeder. Und es ist ziemlich stressig und schwierig mit ihm zu arbeiten.Dazu kommt, dass es eine Open Air Produktion ist und wir permanent mit schlechtem Wetter zu kämpfen haben...Aber gut. Nächste Woche ist Premiere und dann hat auch das Kapitel Meiningen schon fast ein Ende... Wahnsinnig schnell ging das Jahr rum.

Das wars erstmal an Neuigkeiten von meiner Seite.

Entsperrte Zweisamkeit



verklärte blicke voller zukunftsvisionen

gelblich verblichene vergangenheit

trübe erinnerungsfetzen

unscharfe ketten ranken sich wie efeu

doch plötzlich ein frühlingswind

himbeergeschmack in meinem mund

kein platz für efeu

tropfende flügelschläge - flirrende klänge

entsperrte zweisamkeit

in gedankenvollem schweigen


(15.06.11)

Dienstag, 18. Januar 2011

...Viele perfekte Sekunden...

Rhein, 31.01.11


















Meininger Schlosspark, 22.12.10
















Fünf nach Neun, Dezember 2010














Meiningen, Beschehrung am 23.12.10













Bad Liebenstein, Wir am 01.11.10














DANKE für viele perfekte Sekunden, auch solche, die hier nicht abgebildet sind! Auf weitere 27 Millionen perfekte Sekunden!

***

Sonntag, 19. Dezember 2010

"Seelenspiegel"


Endlos scheinender Weg ohne Ziel.
Ich bin ein Wanderer der Welten.
Lichtfleckenbehafteter Morgen am Horizont.
Hinter mir lange trauernde Wasserlandschaft.
Schwarzer Fleck vor meinen Füßen.
Ich bleibe stehen.
' Hallo, ich bin dein Schatten. Spring! '

Sprung!

Regenvorhang auf einer Sanddüne.

Rotes Kissen aus Mohn in meinem Arm.
Exotischer Geschmack des Tages.
Zimt und Koriander.
Ein Eisenbahnwagen ohne Fensterglas.
Ein Stück Leben.

Trompetenblume des Himmels.
Sehnsucht nach deinem Kuss.
Tanzender Halbmond vor mir in der Pfütze.
Seelenspiegel...

(17.12.10)

Sonntag, 14. November 2010

"Alles neu...", weht der Wind...





Was für ein Jahr!

Abi. Ungarn. Dänemark. Paris. Meiningen. Neue Wohnung. Arbeit. Theater. Neue Menschen. Neues Leben...

Nun ist das Kapitel Schule Geschichte und ich muss sagen, dass ich es so gar nicht vermisse! Ich hab mir im letzten Jahr so viele Gedanken darüber gemacht, wie es wohl wäre, nicht mehr jeden Morgen um Sieben an der Tür im erstes Stock des Schulhauses A zu stehen und auf die ankommende Schüler- und Lehrermeute zu warten. Ich hab mir das schrecklich vorgestellt. Auch die Abschiede von einigen lieben Menschen, wie Frau Kraus und Frau Schubert zum Beispiel. Im Endeffekt hab ich mich ein bisschen zu fertig gemacht und hab mir, wenn ich das jetzt so betrachte, eigentlich mein letztes Jahr mit diesen Gedanken verdorben. Jetzt ist der letzte Schultag über ein Jahr her und ich find es sooo toll, mein neues Leben. Trotzdem ging alles so schnell.

Der letzte Schultag...Es war traurig. Es war erleichternd. Aber wir hatten die Prüfungen ja noch vor uns. Aber selbst das hab ich mir viel schlimmer ausgemalt, als es eigentlich war. Flux waren die auch vorbei und ich hielt mein Abitur in der Hand. Die Schulzeit war vorbei...

Darauf folgte ein wahnsinnig schöner Sommer. Ich fuhr mit meinem Jahrgang nach Ungarn an den Balaton. Ich fuhr mit meiner Family nach Dänemark und mit Friede nach Paris, auf meine erste alleinige Reise ohne Eltern (von irgendwelchen Studien- und Orchesterfahrten mal abgesehen...).

Ungarn... Ein schöner Abschluss meiner Schulzeit. Tolle Fahrt, schrecklicher Bus. Budapest by night. Baden im dreckigen Balaton. Cocktail-Partys. Spaß.

Dänemark... Blaues Haus am Meer. Moderates Wetter. Viel Natur. Viel Ruhe. Viel Familie. Viel Joni. Wunderschöner Urlaub.

Paris... Liebesfahrt ins Land des Käses. Erstes mal Tramping. Große Stadt. Viel Kunst. Viel Luft. Viel Spannung. Viel gesehen. Viel Liebe. Viel schön. Unabhängigkeit. Höhepunkt des Sommers.

Jetzt... Erste eigene Wohnung in Meiningen zusammen mit Örli. 124qm. Riesengroß und wunderschön. Theaterhaus. Tolle Nachbarn mit Flo und Sophie. Innenstadt. In direkter Nähe zum Kunsthaus. Eigenes Leben. Komisches Gefühl, aber genial!

Theater... Lebensmittelpunkt. Arbeit. Vertragsprobleme. Viele tolle Erlebnisse. Neue Erkenntnisse. Tolle Arbeit. Spannende Menschen.

Neue Menschen... Tolle Menschen. Verrückte Menschen. Theatermenschen. Neue Gespräche. Neue Umgebung. Neuer Umgang. Neue Freundschaft.

Lama 1... Toller Mensch. Verrückt. Ansteckendes Lachen. Auf der linken Wange drei Leberflecken, die, wenn man sie verbindet, ein gleichschenkliges Dreieck ergeben. Gestaltungsfimmel. Fängt, wenn sie müde ist, an zu schnalzen. Lieblingsbuchstabe: G, weil der so besonders aussieht. Heißes Wasser. Spaziergänge im Wind, wenn die Wolken ganz schnell über den Himmel ziehen. Abfahrtski. Tatendrang. Voller Ideen.
Girlanden. Kinosessel. Schneeballschlacht. Eskimofrau. Western Reiten. Suppe. Schockierte Früchte. Schmetterlinge. Klanginstallationen. Weihnachtsmarkt. Schlossgarten. WINTERMOMENT.

Das ist mein neues Leben. Und es macht Spaß...

Montag, 5. Juli 2010

Erinnerungen


Am 28. Juni war ich in Alt Schönau.
Ich wollte spazieren gehen und tat das auch. Ich lief in den Wald mit der Absicht, an den Baum zu gehen, wo ich so ziemlich genau ein Jahr vorher eine Mohnblume gepflanzt habe an Gedenken an Barbara Rudnik. Natürlich stand die Blume nicht mehr. Ich ging auf das Feld und fand eine einzige Mohnblume weit und breit. Die grub ich aus und setzte sie an genau die gleiche Stelle...

Bis nächstes Jahr, Barbara.